Die Herbstfahrt 2010 ist leider vorbei, aber es hat uns allen viel Spaß gemacht!
An dieser Stelle nochmal ein großes Lob und Dankeschön von der Leiterrunde an die älteren Teilnehmer, die uns so tatkräftig in den Gruppen geholfen haben!
Besonders lustig war ja auch der bunte Abend. Woody hatte eine Geschichte geschrieben, die wir Leiter als Improvisationstheater aufgeführt hatten. Das hier war sie:
Das neue Dschungelbuch
Wir befinden uns in einem Grünen, dichten Dschungel, der voller Lianen, Bäumen und Tieren ist. Ein magisches Licht scheint durch die Baumwipfel und ein lauer Wind lässt ihre Wipfel sich wiegen.
Auf einer Lichtung tapst langsam ein großer, dicker Bär auf allen vieren in das Licht. Sein Hintern wackelt bei jedem Schritt nach rechts und links. Neben ihm hüpft fröhlich ein kleiner Junge mit Lendenschurz, während seine Arme kreisen. Bei diesen beiden handelt es sich natürlich um unsere beiden Freunde Balu und Mogli.
Während die beiden so da lang schlendern, passiert das große Unglück. Ihm entweicht ein lauter, langer Furz. „Iiih“ ruft Mogli „Wie ekelhaft bist du denn?“ Geh dich mal waschen. Du stinkst ja total.“ Balu ist einverstanden und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einem kleinen See mit Wasserfall und mehrere Steine grenzen den See vom restlichen Dschungel ab. Doch dies sind magische Steine. Durch eine längst vergessene Macht kullern sie alle 30 Sekunden ein kurzes Stück hin und wieder zurück. Die beiden springen in den See hinein. Während sie sich gerade unter den Armen waschen, schwimmt auf einmal Nemo zwischen ihren Beinen entlang. Erschrocken springen sie auf. Balu und Mogli planschen fröhlich weiter vor sich hin und auf einmal spaziert Dagobert Duck mit leicht schwankendem Gang am See entlang. Seinen Stock lässt er um seinen Armen drehen. Mogli lacht sich kaputt über diesen lustigen alten Mann. Balu winkt ab und sagt: „Ach, der hat wieder sein Geldbad genommen. Danach ist der immer so gut drauf, dass er nur noch schwankt.“ Während die Bäume sich weiter im Wind wiegen und die Steine rollen, verlässt unser guter Dagobert den Bereich des Sees. Plötzlich kommen in schleichender, leicht gebeugter Haltung drei Panzerknacker aus dem Dickicht und folgen ihm. Um sich anzutreiben, klatschen sie sich immer wieder auf den Hintern. Der Panzerknacker, der ganz rechts steht, hat dabei ein glückliches Lächeln auf dem Gesicht. Plötzlich sehen sie zu ihrer rechten einen goldenen Tempel mit Edelsteinen besetzten Säulen und einem glitzernden Dach. Gierig blicken die Panzerknacker auf die Schätze. Sie wollten schon darauf zu gehen, aber der Tempel ist bewacht. Herkules höchstpersönlich scheint der Wächter dieser Kostbarkeiten zu sein. In der Sonne glänzt sein Astralkörper und er macht Muskelspiele, die von seiner unglaublichen Kraft zeugen. Doch er ist nicht allein. Vor ihm steht die kleine Mini Maus und schaut ihn von unten mit großen Augen begeistert an. Mit zärtlicher Hand berührt sie sein Sixpack und seinen Bizeps. Etwas abseits von ihm steht die Mickey Maus mit Schmollmund und blickt immer wieder eifersüchtig zu den beiden. Um die Aufmerksamkeit von Mini zurück zu erlangen, versucht er sich mit akrobatischen Übungen, z.B. versucht er seinen dicken Zeh in den Mund zu bekommen, aber auch andere Kunststücke führt er vor. Im Hintergrund dieses Schauspiels erkennt man Goofy wie er im Kreis auf einem Bein herum hüpft und sich dabei mit einer Hand auf den Kopf haut ab. Warum er das macht, weiß wahrscheinlich nur er. Die Panzerknacker überlegen immer noch, wie sie an den Schatz kommen sollen. Um sich besser konzentrieren zu können, massieren sie sich gegenseitig die Ohrläppchen. Balu und Mogli ziehen vorbei. Sie haben Nemo gefangen und schleppen den Fisch stolz zu ihrer Höhle.
Die Panzerknacker sind sich inzwischen sicher, sie brauchen Hilfe, um an Herkules vorbeizukommen. Sie beschließen, ihre Freunde die Schöne und das Biest um Hilfe zu bitten. Die Schöne sitzt gerade auf dem Schoß vom Biest und streicht ihm liebevoll durch das Haar. Die Panzerknacker erklären wild gestikulierend den beiden ihren Plan. Die Schöne soll sich an Herkules ran machen und das Biest soll ihn dann schließlich überwältigen. Die beiden sind einverstanden und gehen Händchen haltend zum Tempel. Dort lässt dann die Schöne ihren gesamten Charme spielen. Sie stößt Mini Maus zur Seite und drückt sich ganz feste mit ihrem heißen Körper an Herkules. Herkules fallen jetzt fast die Augen aus dem Kopf. Seine Zunge hängt ihm aus dem Mund. Dann plötzlich auch das Biest mit der Faust von oben auf seinen Kopf. Herkules fällt laut schreiend in sich zusammen. Mickey Maus führt einen Freudentanz auf und singt dabei „Alle meine Entchen“. Goofy wollte sich auf dem Boden hin und her und wieder weiß keiner warum. Die Panzerknacker fassen sich alle an den Händen und tanzten im Kreis. Dabei rufen Sie immer wieder: „Oj, wie ist das schön“. Ein starker Wind fährt durch den ganzen Dschungel und lässt die Bäume erzittern. Die Steine hören gar nicht mehr auf zu rollen und der Tempel strahlt auf einmal in einem gleißenden Licht. Es ist ein magischer Moment. Die Panzerknacker sind sich sicher, der Schatz gehört ihnen. Sie wollen schon los rennen. Doch da kommt auf einmal Timon, der auf Pumba reitet, aus dem Dickicht geschossen. Wie ein Cowboy treibt er Pumba an und stößt dabei laute Jubellaute aus. Vor lauter Begeisterung merkt er nicht, wie er gegen eine der Säulen reitet. Der Tempel fängt an zu zittern und zu beben. Dann stürzt er unter großem Krachen ein. Alle schreien entsetzt auf. Balu und Mogli kommen mit Nemo unter den Armen angerannt. Auch sie schlagen die Arme über dem Kopf zusammen. Als sich der Staub gelegt hatte, blickten sich alle um.
Zwischen dem Trümmerhaufen erscheint auf einmal Dagobert Duck. Mit mahnendem Blick schaut er alle an. Er nimmt seinen Hut ab und stützt sich auf seinen Stock. Mit dem tiefen Ton seiner langen Erfahrung sagt er: „Nun liebe Leute. Ich hoffe, ich ihr habt etwas dazugelernt. Dies alles ist nämlich nicht zufällig passiert. Euch allen, vor allem aber den Panzerknackern soll es zeigen, dass selbst die glitzerndsten Schätze meist auch nur aus Steinen gebaut sind. Drum trachtet nicht nur nach Reichtum, sondern auch nach den Lebenswerten. Ein Leben wie ich es führe, sollte nicht das Ziel sein.
In diesem Sinne:
KAROLA!!!!!!!!!!!!!!!!!